Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.

Welttag der Feuchtgebiete: Warum deren Schutz so essentiell ist

Moore, Flussauen, Mangroven oder das Wattemeer: Feuchtgebiete sind wichtige Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel und Katastrophenrisiken. Sie schützen uns vor Überschwemmungen, Verschmutzung und verbessern die Wasserqualität. In den weltweiten Feuchtgebieten leben so viele Tier- und Pflanzenarten wie in kaum einem anderen Lebensraum. Doch mehr als ein Drittel dieser Lebensräume ist in den letzten 50 Jahren weltweit verloren gegangen – schneller als jeder andere Lebensraum. Mit ihnen verschwinden auch viele Tierarten.

 

Hier wichtige Keyfacts rund um die Klimabedeutung von „Wetlands“:

 

Sie beheimaten rund 40% der weltweiten Artenvielfalt und sind somit unabdingbar für den Artenschutz.
Von Feuchtgebieten abhängige Arten wie Fische, Wasservögel und Schildkröten sind stark rückläufig, wobei 25 % vom Aussterben bedroht sind. Seit 1970 sind 81 % der Populationen von Arten in Binnenfeuchtgebieten und 36 % der Arten in Küsten- und Meeresgebieten zurückgegangen.
Verschiedene Arten von Feuchtgebieten wirken vor, während und nach Katastrophen auf unterschiedliche Weise, um deren Auswirkungen zu mildern und den Gemeinden zu helfen, sich wieder zu erholen.
Blaue Kohlenstoffökosysteme – insbesondere Küstenfeuchtgebiete wie Mangroven,
Seegraswiesen und Salzwiesen – nehmen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre auf
und speichern große Mengen davon in Böden und Sedimenten. Außerdem schützen sie die Küsten vor dem Anstieg des Meeresspiegels und Sturmfluten.
Traditionelle Brandrodungstechniken, saisonale Wanderungen und Landnutzungsmuster sind
Beispiele für klimafreundliche Praktiken, die tief in kulturellem Wissen verwurzelt sind.
Praktiken wie Beschneiden, Jäten, Nachsäen und traditionelle Brandrodung haben
dazu beigetragen, Feuchtgebiete zu erhalten, den Zugang zu kulturell wichtigen Pflanzenarten zu sichern und großflächige Brände zu verhindern.
Obwohl Moore nur rund 3 % der weltweiten Landfläche bedecken, speichern sie mehr Kohlenstoff als alle Wälder der Erde zusammen. Möglich wird das durch den dauerhaft nassen Boden
Allein die Kosten für die Wiederherstellung von Mooren und Mangroven werden bis 2050 auf 316 Milliarden US-Dollar geschätzt, für Küstenfeuchtgebiete auf 27 bis 37 Milliarden US-Dollar jährlich.
Die Wiederherstellung und der Schutz von Blue-Carbon-Ökosystemen ist ein wirkungsvoller, naturbasierter Weg zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen.

 

Warum Moore echte Klimahelden sind

Definition von Feuchtgebieten (Wetlands)

Mit Feuchtgebieten sind all jene Landflächen gemeint, die dauerhaft oder saisonal mit Wasser gesättigt oder überflutet sind. Dazu zählen

 

A) Binnenland-Feuchtgebiete

Sümpfe, Seen, Flüsse, Auen, Moore und Sümpfe

 

B) Küstenfeuchtgebiete

Salzwassersümpfe, Flussmündungen, Mangroven, Seegras- uns Salzwiesen, Lagunen und Korallenriffe

 

C) Künstliche Feuchtgebiete

Fischteiche, Reisfelder und Salzpfannen

 

„Feuchtgebiete sind wahre Lebensspender – für Tiere, für das Klima und letztlich für uns Menschen“, erklärt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbands der Zoologischen Gärten (VdZ). „Wenn wir sie verlieren, verlieren wir mehr als nur Landschaften: Es ist der Verlust von wertvollen Lebensräumen. In den wissenschaftlich geführten Zoos des VdZ übernehmen wir Verantwortung mit gezielten Erhaltungszuchtprogrammen, Bildung, Forschung und Schutzprojekten. Ob die bedrohte Europäische Sumpfschildkröte in unserer Region oder die Riesenotter in Südamerika – wo es gelingt, Arten zu schützen und wieder anzusiedeln, wächst auch die Hoffnung, dass Feuchtgebiete erhalten bleiben und neues Leben entstehen kann.“

 

Wie Zoos bedrohte Arten retten

Genau hier setzen moderne Zoos an: Sie züchten bedrohte Tierarten, erforschen ihre Lebensweise und bereiten ihre Rückkehr in die Natur vor. Die Europäische Sumpfschildkröte etwa war in vielen Regionen Deutschlands nahezu ausgestorben. Heute züchten Zoos diese einzige heimische Schildkrötenart erfolgreich nach und setzen die Jungtiere in wiederhergestellten Feuchtgebieten aus – gemeinsam mit Naturschutzbehörden und Umweltverbänden.

Auch die vom Aussterben bedrohte Gelbbauchunke profitiert von dieser Zusammenarbeit. Die kleine Amphibie braucht flache Tümpel und offene Böden – Lebensräume, die immer seltener werden. So ergeht es auch dem Großen Brachvogel, einem Watvogel mit langem, gebogenem Schnabel, denn er ist auf feuchte Wiesen und Moore angewiesen. Sein Bestand ist in den letzten Jahrzehnten stark zurückgegangen. Beide Arten werden in Zoos nachgezüchtet. Auch die stark gefährdeten argentinischen Riesenotter wurden ausgewildert und wissenschaftlich begleittet.

 

EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“

Der Welt-Feuchtgebiete-Tag erinnert an die Unterzeichnung der Ramsar-Konvention, die 2026 ihr 55-jähriges Bestehen feiert. Passend dazu startet der Europäische Zooverband EAZA seine zweijährige Kampagne „Wetlands for Life“, die von deutschsprachigen Zoos unterstützt wird. Die Flamingos sind die Botschafter der Kampagne. Die eleganten, rosafarbenen Vögel brauchen flache Salzseen und Lagunen zum Brüten und Fressen. Wenn diese Lebensräume verschwinden, geraten die Populationen in Gefahr.